Schon letztes Jahr wurde ich auf die Zertifizierung für PHP-Entwickler aus dem Hause Zend aufmerksam oder viel mehr aufmerksam gemacht. Vor einigen Wochen kaufte ich mir dann das Bundle bestehend aus einem Study Guide (PDF), 10 Online-Praxis-Tests und dem Voucher für die Zertifizierung.
Am vergangenen Freitag legte ich erfolgreich die Prüfung ab und gehöre seit dem zu den aktuell 610 PHP-Entwicklern in Deutschland, die sich “Zend Certified Engineer” nennen dürfen. Seit heute werde ich auch in den Zend Yellow Pages geführt.
Über die letzten Wochen hatte ich mir an jeweils zwei Tagen für ein paar Stunden die Zeit genommen und den Study Guide durchgearbeitet. Dieser ist jedoch wirklich nur als Hilfestellung zu verstehen, worauf in der Prüfung geachtet wird, und reicht zur Vorbereitung nicht aus. Zusätzlich las ich noch ein paar Kapitel aus dem Buch “PHP 5 Power Programming” von Andi Gutmans, Stig Saether Bakken und Derick Rethans. Als weitere Vorbereitung halfen noch die Online-Praxis-Tests, welche ähnlich der tatsächlichen Prüfung aufgebaut waren. Letzte Woche nahm ich mir dann nochmal die Zeit und wiederholte die wichtigsten Punkte, zum Beispiel Strings und Arrays.
Den Prüfungstermin konnte ich bequem Online über das System von Pearson Vue, dem “Testing Service Provider” für diese Zertifizierung, buchen. Ich entschied mich dafür, die Prüfung auf englisch abzulegen, da auch mein gesamtes Vorbereitungsmaterial auf englisch ist. 15 Minuten vor dem Termin sollte man sich dann im Prüfungscenter einfinden. Hier musste ich mich mit meinem Ausweis und einem zweiten Identitätsnachweis ausweisen und konnte kurz darauf an den Rechner. Zu Beginn der Prüfung musste dann nur noch ein Geheimhaltungsvereinbarung bestätigt werden und schon startete die Prüfung.
In 90 Minuten sind 70 Fragen, überwiegend Multiple-Choice, zu beantworten. Nach nicht mal einer Stunde hatte ich alle Fragen durch und nutzte die verbleibende Zeit für einen Review. Das Ergebnis wurde direkt im Anschluss angezeigt. Allerdings erfährt man nicht wie viele Punkte man erhalten hat oder wie viele es überhaupt gibt, sondern lediglich ob man bestanden oder nicht bestanden hat.
Einige Fragen hatten es echt in sich und erforderten schon tiefes Detailwissen zu Funktionen und ihren Parametern. Generell lässt sich aber ein guter Teil der Fragen mit einer Kombination aus Praxis und gesundem Verstand beantworten. Auf die Frage, ob die Praxis-Tests oder die Prüfung schwerer ist, kann ich nur eine Antwort geben: Ja
. In den Praxis-Tests gab es durchaus Fragen zur String-Verarbeitung, welche man nicht einfach im Kopf lösen kann (Hilfsmittel wie Papier und Stift sind in der Prüfung nicht zugelassen). Die gab es in der Prüfung zum Glück nicht, aber dafür waren die Fragestellungen insgesamt etwas kniffliger.